Stadt Eckernförde
Städtebauliches Projekt „Binnenhafen-Nooröffnung“
Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“

1. Leitidee der Planung

In Eckernförde treffen drei herausragende landschaftliche Qualitäten auf engstem Raum zusammen: die Ostsee mit Stadtstrand, der Hafen mit Booten und Schiffen und das Windebyer Noor als naturgeprägter Binnensee. Während Strand und Hafen miteinander in Verbindung stehen, ist das Noor seit der Zuschüttung im Jahre 1928 von der Innenstadt abgeschnitten. Die geplante Öffnung des Windebyer Noors ist ein bedeutender Beitrag, die historische und landschaftliche Einbindung von Eckernförde wieder herzustellen und damit die einmalige Lage Eckernfördes auf einer Halbinsel zwischen Ostsee und Noor wieder erlebbar zu machen. Dabei sollen die unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Landschaftsräume wieder heraus gearbeitet und nutzbar gemacht werden: baden und sonnen am Strand, segeln und fischen vom Hafen aus, Natur erleben am Noor.

Der Siegerentwurf des Städtebaulichen Gutachterverfahrens der Stadt Eckernförde Binnenhafen - Nooröffnung (ARGE petersen pörksen partner / Städtebau, Andresen / Landschaftsarchitektur, Urbanus / Verkehrsplanung, Knabe Ingenieure / Wasserbau) thematisiert die vorhandenen typischen Eigenschaften und führt diese zu einer ganz selbstverständlichen, nahe liegenden Lösung. Mit dem landschaftlichen - städtebaulichen Ziel einhergehend wird eine wirtschaftliche und touristische Nutzung der vorhandenen und neuen Uferzonen durch sehr unterschiedliche wasserbezogene Gebäude für Wohnen, Ferien, Hafengewerbe, Gastronomie etc. als ökonomische Grundlage für die einmalige Maßnahme der Nooröffnung vorgeschlagen.

Visualisierung Nooröffnung (PDF, 4 MB)

 2. Entwicklung der Planung

 2.1. Programm Stadtumbau West

Die Stadt Eckernförde hat sich 2004 zur Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau West beworben.

2.2. Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)

2006 wurde das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) der Stadt Eckernförde erarbeitet. Das ISEK ist Voraussetzung für die Bereitstellung von Fördermitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau West.

2.3. Rahmenplan Innenstadt

Um die zentralen Funktionen eines modernen Mittelzentrums zu stärken, sind die im Rahmen des ISEK dargestellten Funktionsverluste aufzugreifen und planerisch zu bewältigen. Deshalb wurde 2007 die Fortschreibung und Erweiterung des städtebaulichen Rahmenplanes für die Innenstadt von Eckernförde beschlossen.

- Fortschreibung Rahmenplan Teil 1
- Fortschreibung Rahmenplan Teil 2 

 2.4. Städtebauliches Gutachterverfahren für den Bereich Binnenhafen - Nooröffnung

Es fand ein zweistufiges Gutachterverfahren statt. Zunächst wurden zwölf Entwürfe ausgewählt, anschließend vier. Die Arbeitsgemeinschaft petersen pörksen partner aus Lübeck / Städtebau, Andresen aus Lübeck  / Landschaftsarchitektur, Urbanus aus Lübeck / Verkehrsplanung, Knabe Ingenieure aus Hamburg / Wasserbau gewannen den Wettbewerb.
--> Konzept und Zusammenfassung als PDF-Download

 2.5. Fortschreibung des Wettbewerbsentwurfes

Aus zwei Gründen erfolgte eine Fortschreibung des Wettbewerbsentwurfes: Es waren Änderungen erforderlich im Bereich der Verkehrsplanung. Des Weiteren waren die zwei vorhandenen Märkte Markant und Aldi in die Planung zu integrieren.
--> Fortgeschriebener Wettbewerbsentwurf Binnenhafen - Nooröffnung

 3. Bauleitplanung

 3.1. Allgemein

Das Baugebiet wurde in vier Teile aufgeteilt. Für jeden der vier Bereiche wird ein Bebauungsplan aufgestellt und der Flächennutzungsplan geändert. Zunächst sind die Plangeltungsbereiche der Bebauungspläne Nr. 62 a "Reeperbahn - Noorstraße" und Nr. 62 b   "Reeperbahn - Schulweg" zum Bebauungsplan Nr. 62 "Reeperbahn - Noorstraße - Schulweg", zugleich 4. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 4 "Innenstadt" zusammengefasst worden. Der Bebauungsplan Nr. 62 "Reeperbahn - Noorstraße - Schulweg", zugleich 4. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 4 "Innenstadt" wurde zwischenzeitlich wieder in zwei neue Teilbereiche aufgeteilt. Zudem wurden die Verfahren des Bebauungsplanes Nr. 64 "Gaethjestraße - Vogelsang" und die dazugehörige 15. Flächennutzungsplan-Änderung mit einem Aufhebungsbeschluss beendet. Die Bebauungspläne Nr. 62 Teilbereich I und Nr. 65 sind bereits als Satzung in Kraft getreten. Die dazugehörigen Flächennutzungsplan-Änderungen (14. und 16. Änderung) sind vom Innenministerium genehmigt worden und wirksam.

--> Übersicht der Bebauungspläne zum Projekt “Binnenhafen/Nooröffnung“


Die aktuellen Sachstände zu den laufenden Bauleitplanverfahren im Bereich der Nooröffnung finden Sie hier:


3.2. Bebauungsplan Nr. 64 "Gaehtjestraße - Vogelsang" 
        i. V. m. der 15. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Eckernförde
       
       Stand: Aufhebung der Aufstellungsbeschlüsse durch Beschluss der Ratsversammlung vom 30.03.2017
  

3.3. Bebauungsplan Nr. 62  "Reeperbahn - Noorstraße - Schulweg", zugleich 4. Änderung des
       Bebauungsplanes Nr. 4 "Innenstadt" Teilbereich I i. V. m. der 14.  Änderung des
       Flächennutzungsplanes der Stadt Eckernförde

      
       Stand: In Kraft getreten am 20.10.2017   
      
      -->Die Unterlagen zur 14. Änderung der Neufassung des Flächennutzungsplanes finden Sie hier   
      --> Die Unterlagen zum Bebauungsplan Nr. 62 Teilbereich I finden Sie hier

3.4. Bebauungsplan Nr. 62 " Reeperbahn - Noorstraße - Schulweg", zugleich 4. Änderung des
       Bebauungsplanes Nr. 4 "Innenstadt" Teilbereich II i. V. m. der 17. Änderung des
       Flächennutzungsplanes der Stadt Eckernförde

  
       Stand: Frühzeitige Beteiligung gem. § 3(1) und § 4 (1) BauGB, Teilung des Plangeltungsbereiches

       --> Geltungsbereich


3.5. Bebauungsplan Nr. 65 "Noorstraße - Burgwall" 
        i. V. m. der 16. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Eckernförde
  
       Stand: In Kraft getreten am 17.04.2015

       --> Die Unterlagen zur 16. Änderung der Neufassung des Flächennutzungplanes finden Sie hier
       --> Die Unterlagen zum Bebauungsplan Nr. 65 finden Sie hier


3.6. Interfraktionelle Sitzungen

Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung am 17.02.2015 beschlossen, eine interfraktionelle Arbeitsgruppe „Nooröffnung“ zu bilden mit dem Ziel, ein Nutzungskonzept als Grundlage für einen durchzuführenden Investorenwettbewerb zu erarbeiten.Die interfraktionelle Arbeitsgruppe „Nooröffnung“ setzt sich zusammen aus Vertretern der Politik, der Bürgervorsteherin und dem Bürgermeister. Die Arbeitsgruppe wird beraten von Frau Dahmen / Sanierungsträger BIG-STÄDTEBAU GmbH.Es fanden insgesamt vier interfraktionelle Sitzungen statt. Die zweite Sitzung wurde als Workshop mit externen Fachberatern durchgeführt. Am 02.06.2015 fand eine Einwohnerversammlung statt.  

- Terminplan
- Vorgaben für ein zweistufiges Vermarktungsverfahren mit integriertem Gestaltungswettbewerb und Nutzungskonzept


4. Aktuelle Planung

      2. Fortschreibung städtebaulicher Rahmenplan 2017

      anschließend:

  • Durchführung Vermarktungsverfahren
  • Bearbeitung Bebauungsplan Nr. 62 Teilbereich II
  • Bearbeitung 17. Änderung Flächennutzungsplan


5. Umsetzung des städtebaulichen Projekts

5.1. Parkhaus Noorstraße

Das Parkhaus Noorstraße liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 65 "Noorstraße-Burgwall". Für das Parkhaus wurde ein Fassadenwettbewerb durchgeführt. Der Siegerentwurf wurde umgesetzt. Das Parkhaus wurde am 01.07.2017 eröffnet.

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