Aktionen

"Ich bin mein eigener Mensch"

über die Suche und Vielfalt sexueller Identitäten

Echte Vielfalt

 

Aktiv mit einem T-Shirt ein Zeichen für Menschenrechte und Toleranz setzen

"Unsere Hörnchen haben Nüsse"

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, 

wir als Stadt Eckernförde zeigen unsere Solidarität mit Menschen, die unsere Unterstützung und Hilfe benötigen.

Wir fordern auf Menschenrechte zu wahren und fördern die Gleichstellung von Mann und Frau.

Wir sind für eine gelebte Vielfalt in unserer Stadt und gegen rechtsradikale Tendenzen.

Akzeptanz und Toleranz entstehen nur durch Dialogbereitschaft.

Wir sind bereit für unsere Werte einzustehen, denn "Unsere Hörnchen haben Nüsse!"

Sie können die T-Shirts für 20 Euro im Gleichstellungsbüro der Stadt Eckernförde erwerben; 2 Euro pro verkauftem T-Shirt fließen in ein Sozialprojekt im Bereich Migration. 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Gleichstellungsbeauftragte

Katrin Christine Blum

"Auch Männer dürfen Teilzeit!"

Auch Männer dürfen Teilzeit!

Teilzeitkräfte arbeiten oft effektiver und energetischer, aber gerade Männern fehlt es oft an Mut neue Arbeitszeitmodelle einzugehen. Sie bemessen Ihren Wert, oder lassen ihren Wert, noch sehr oft über Ihr Gehaltskonto messen. Da heute in vielen Partnerschaften zwei Einkommen erzielt werden können, kann Partnerschaft geschlechtergerecht die Einkommenserwirtschaftung auch auf zwei Schultern verteilen. Die gerechte, gleiche Arbeitszeitverteilung der Geschlechter bietet neue Vereinbarungsmodelle, um Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

Männer, auch Ihr habt ein Recht auf Teilzeit!

Teilzeit-Alles Was Recht Ist 

-Überdenken Sie Ihre Arbeitssituation (Work-Life-Balance ?)

-Informieren Sie sich über Ihre Rechte (natürlich auch Pflichten)

-Sprechen Sie mit den Personalverantwortlichen

-Lassen Sie sich Teilzeitarbeitsmodelle konkret berechnen

 

Ihre Gleichstellungsbeauftragte Katrin Christine Blum 

Girls / Boys-Day

Alle Jahre wieder...

kannst Du unter www.girls-day.de oder www.boys-day.de einen hoffentlich spannenden Tag erleben.

Der Girls-Day wurde vor vielen Jahren initiiert, um Mädchen einen konkreten Einblick in typische Männerberufe (MINT-Berufe) zu geben. Mittlerweile können auch Jungen diesen Tag nutzen, um in neue (bisher weiblich dominierte) Berufsbereiche zu sehen. Wenn ihr Ideen und eigene Stellen findet, besprecht euer Anliegen mit euren Lehrern/innen, ihr habt dann ein Recht auf schulfrei (ihr müsst natürlich eine Bestätigung über euren Arbeitseinsatz zur Entschuldigung vorlegen – fertige Vordrucke gibt es auf der jeweiligen Internetseite).

Wollen Sie junge Menschen in ihrer Berufswahl und somit Zukunft unterstützen, melden Sie offene Stellen und Angebote auf der jeweiligen Internetseite. Wenn Sie Hilfe bei der Einstellung ihres Angebotes brauchen oder Fragen haben, helfe ich Ihnen gerne weiter.

Alle Infos und Schulmaterialien sind über oben genannte Internetadressen zu ordern.

Viel Freude und gute Erkenntnisse für euren beruflichen Weg

wünscht euch

Katrin Christine Blum

„Tag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen"

 

Gewalt kommt nicht in die Tüte – Verteilaktion an Bahnhöfen

Am 25.11.2016, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, hat das KIK-Netzwerk bei häuslicher Gewalt im Kreis Rendsburg-Eckernförde zusammen mit Netzwerkteilnehmenden aus Gleichstellungsstellen, Frauenberatungsstelle und dem Frauenhaus das oft tabuisierte Thema der häuslichen Gewalt in das öffentliche Geschehen des Kreises Rendsburg-Eckernförde gebracht. Die Veröffentlichung der kriminalstatistischen Auswertung des BKA vom 22.11.16 bestätigt, dass meist Frauen (82%) von Partnerschaftsgewalt betroffen sind und fast die Hälfte von ihnen zum Tatzeitpunkt mit dem Täter in einem Haushalt lebten.

Umso wichtiger ist, dass von Gewalt betroffene Menschen frühzeitig über Hilfemöglichkeiten informiert werden.

Deshalb wurde an den vier Bahnhöfen in Rendsburg, Gettorf, Eckernförde und Rieseby am 25.11.16 an Pendlerinnen und Pendler kostenlos Brötchen in speziell zum Thema bedruckten Tüten zusammen mit Infomaterialien von Hilfeeinrichtungen im Kreisgebiet verteilt. Die Bäckerinnung und einzelne Bäckereien (Bäckerei Haupt aus Eckernförde, Bäckerei Kornkraft Schinkel, Bäckerei Boysen aus Waabs) unterstützen die Aktion u.a. durch Brötchenspenden. In Rieseby, Gettorf und Rendsburg erhielten die Netzwerkteilnehmenden prominente Unterstützung durch die Bürgermeister der Gemeinden, Herrn Kolls und Herrn Baasch sowie durch Herrn Gilgenast. Sie verteilten bereits ab 6.30 Uhr zusammen mit den Gleichstellungsbeauftragten und Mitarbeiterinnen von !Via Brötchentüten an die Zugreisenden.

Diese zeigten sich erfreut und interessiert und studierten die erhaltene Lektüre auf der anschließenden Zugfahrt zum Arbeitsort aufmerksam.

„Die positive Reaktion der Fahrgäste zeigt, dass die Menschen offen sind für derartige Aktionen und die beigefügten Informationen auf der Zugfahrt interessiert lesen", so Andrea Hackbart, die Koordinatorin des Netzwerkes. „Deshalb ist unser Ziel aufgegangen, an diesem Tag mehrere 100 Menschen auf Hilfemöglichkeiten bei Häuslicher Gewalt aufmerksam zu mache" bestätigt auch die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Dänischer Wohld, Anja Fielbelkorn.

Katrin Christine Blum, Gleichstellungsbeauftragte in Eckernförde, ergänzt: „Im besten Fall erfahren sie so für sich oder andere von Hilfemöglichkeiten, die es gibt, wenn Menschen von Gewalt in der Partnerschaft betroffen sind." 

Nina Jeß, Gleichstellungsbeauftragte Amt Schlei-Ostsee:

„Um kurz vor 6 Uhr wurde die Brötchenspende der Bäckerei Boysen nach Rieseby zum Bahnhof geliefert. In gemeinschaft-licher Arbeit haben der Bürgermeister, Jens Kolls der Gemeinde Rieseby und die Gleichstellungsbeauftragten, Nina Jess rund 100 Brötchentüten gepackt und verteilt. Über die Brötchen freuten sich die Menschen und kamen so zum Thema ins Gespräch. Wir hatten eine tolle Stimmung am Bahnhof."

 

Eckernförder Bahnhof von links: Katrin Christine Blum (Gleichstellungsbeauftragtragte Eckernförde), Andrea Hackbart (Koordinatorin KIK-Netzwerk und Mitarbeiterin bei !Via Frauenberatung)

„Frauen in die Kommunalpolitik"

Anlässlich der in 2017 stattfindenden Landtagswahl und den anstehenden Kommunalwahlen in 2018 organisieren sich die Gleichstellungsbeauftragten landesweit, um den Frauenanteil innerhalb der politischen Gremien zu erhöhen.

Wie in vielen Jahren und Projekten zuvor, machen wir auf den Mangel der paritätischen Besetzungen aufmerksam und rufen Frauen auf, sich politisch zu engagieren.

In ganz Schleswig-Holstein finden Aktionen, von Mentoringpro-grammen, in denen erfahrene Politikerinnen ein Tandem mit interessierten Frauen bilden, über Fortbildungskurse und Vorträge (z. B. Kommunaler Haushalt, Kommunikationsworkshops und der Teilnahme an Frauenparlamenten) statt.

Im Kreis Rendsburg – Eckernförde werden wir aktive Kommunalpolitikerinnen via Zeitungsinterviews vorstellen. Interessierte Frauen sollen vom Erfahrungsschatz der Frauen profitieren und zur Nachahmung inspiriert werden. Die Auftaktveranstaltung wird im Januar 2017 im Kreishaus in Rendsburg stattfinden.

In Eckernförde folgt eine Podiumsdiskussion im Ratssaal, in der alle Parteien und Gruppierungen sich vorstellen und mit potenziellem Nachwuchs diskutieren können.

Ein regelmäßig stattfindender Gesprächskreis zur politischen Themenvielfalt ist geplant.

Die oft angeführte Argumentation "Ich kann ja doch nichts ändern" ist aus meiner (auch kommunalpolitischer) Erfahrung falsch. Mischen Sie sich ein und festgefahrene Denkmuster auf! Handeln hat Wirkung! 

Gerade im kommunalen Bereich lässt sich Vieles mitgestalten. Gerne stelle ich für Sie den Kontakt zu unseren Mandatsträgerinnen her.

Hier noch ein paar Antworten auf immer wieder kehrende Fragen:

-Wie werde ich Kommunalpolitikerin?

Wenn Sie für eine Partei oder Gruppierung in den Stadtrat gewählt werden wollen, müssen Sie sich zunächst innerhalb Ihrer Gruppe vorstellen, mitarbeiten und etablieren. Monate vor der Wahl werden die Listenplätze innerhalb Ihrer Partei gewählt und aufgestellt (hierbei ist es wichtig, dass ein guter Mix aus Kompetenzen und Kommunikationsvermögen gewählt wird, im Ideal paritätisch…Frau/Mann/Frau/Mann…). Nach erfolgreicher Wahl treten Sie Ihr Amt an und müssen sich innerhalb ihrer Organisation über die Vergabe der Ausschüsse und Vorsitze einig werden (Vorsicht! Alte Hasen sind hier oft der Meinung Ihnen stünden automatisch Machtpositionen zu. Sachkunde im Themengebiet sollte Einzelinteressen vorzuziehen sein. Es wäre allerdings dumm, den Erfahrungsschatz der routinierten Mitglieder nicht anzuerkennen und jene nicht um Hilfe zu bitten. Wenn Sie im guten respektvollen Dialog bleiben, haben Sie die besten Aussichten auch langfristig mitzugestalten).

-Wieviel Zeit muss ich für mein Amt investieren?

Je nach Auswahl werden Sie am Hauptausschuss, den einzelnen Fachausschüssen (Sozial-, Bau-, Umweltausschuss, Ausschuss für Wirtschaft- und Finanzwesen, Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport) und evtl. an den Aufsichtsratssitzungen der städtischen Beteiligungen (Eckernförde Touristik und Marketing GmbH und der Stadtwerke Eckernförde GmbH) teilnehmen.

Die Sitzungstermine werden zu Beginn eines jeden Jahres festgelegt, sind im Rats-Informations-System auf der städtischen Homepage ersichtlich und finden in der Regel am frühen Abend statt. Alle sechs bis acht Wochen tagt die Ratsversammlung als politisches Beratungs- und Beschlussgremium, die für die Kommune wichtige Entscheidungen in Selbstverwaltungsangelegenheiten trifft, an der alle gewählten Vertreter der verschiedenen politischen Gruppierungen teilnehmen. Daneben werden Gruppen- und Fraktionstreffen abgehalten, um gemeinsame/differente Positionen und Themen zu beraten. Den Zeitumfang bestimmt natürlich auch Ihr individuelles Interesse, sich weiter einbringen zu wollen. Fraktionsvorsitzende, stellvertretende Bürgermeisterin, Ausschussvorsitzende sind Positionen, die ein hohes Maß an Zeitengagement, Verantwortung sowie Organisationsgeschick voraussetzen.

-Bekomme ich auch einen finanziellen Aufwand erstattet?

Ja, jedes gewählte Ratsmitglied bekommt eine monatliche Aufwands-entschädigung. Darüber hinaus regelt eine Satzung die Zahlung von Sitzungsgeldern für die Teilnahmen an Fraktions- und Ausschuss-sitzungen. Mein Fazit aus eigener kommunalpolitischer Zeit: Die Aufwandsentschädigungen eignen sich nicht als zusätzliches Einkommen (so sind sie auch nicht gedacht). Sie decken aber im vollen Umfang Spesen- und Benzinkosten und ermöglichen mancherlei nettes Beisammensein innerhalb der Fraktion (auch kulinarisch). Ich habe damit auch die eigene Kinderbetreuung sicherstellen können.

-Gibt es Probleme mit den Männern in meiner Gruppe / Fraktion?

Ob Sie akzeptiert und unterstütz werden hängt, meiner Meinung nach, in erster Linie von Ihnen selber ab. Das hören die meisten Frauen nicht gerne, aber so wie Sie selber in den Wald hineinrufen…. Wir können nicht erwarten, dass wir aufgrund unseres Geschlechts sensibler behandelt werden als Männer es untereinander tun. Selten warten Platzhirsche auf Konkurrenz (das gilt auch insbesondere für das gleiche Geschlecht). Bleiben Sie ruhig und sachlich und stellen Sie Ihre Kompetenzen in den Vordergrund. Politische Arbeit braucht kein Einzelkämpfer/innentum, sondern ein gutes Miteinander und lebt vom ständigen Austausch. Sicherlich gibt es heute auch immer noch die unantastbaren Altherrenclubs, die scheuklappenartig ihre Mantras runterbeten. Mein Tipp: Suchen Sie sich eine Fraktion/ Gruppe in der sie sich wohlfühlen und in der Sie gefördert werden. Wenn der Ortsverein ein dröger Haufen ist, könnten Sie auf Kreisebene agieren oder sich im Landes- oder Bundesnetz in einer Partei engagieren. Es gibt so viele Arbeitsgemeinschaften und Möglichkeiten, sie müssen sich nur trauen einen Anfang zu machen. Sollten Sie auf Grund Ihres Geschlechts benachteiligt werden, verbünden Sie sich mit den Frauen in Ihrer Gruppe und stellen Sie Diskriminierungen bloß. Geben Sie gewissen Prozessen Zeit, genauso wie Sie die neuen Menschen (und ihre Macken) erst einmal kennenlernen müssen, braucht Ihr Gegenüber Zeit für die Einschät-zung Ihrer Person.

-Kann ich mit meiner politischen Arbeit wirklich etwas bewirken?

Ja, dass können Sie! Manchmal sind es die augenscheinlichen kleinen Dinge, die eine große Wirkung haben können. Manchmal ist es nicht der eigene Antrag, der wohlwollend aufgenommen wird, sondern nur die eine zusätzliche Stimme, die groben Unfug verhindern kann. Es liegt in Ihrer Hand wie richtungsweisend Ihre Arbeit sein kann. Sicherlich ist es aber auch gut zu wissen, dass politische Entschei-dungen aus Kompromissen entstehen. Geben und Nehmen, auch wenn das frustrierend sein kann (eigene Ideale), sind nun mal Bestandteil politischer Handlungsfähigkeit. Dass heißt nicht, auch mal gegen die eigene Gruppe zu stimmen. Aber die Erkenntnis wann ein Spiel verloren ist, gehört unbedingt zum Rüstzeug einer Politikerin. Kämpfen Sie für Ihre Gemeinde, Ihre Stadt und Ihre Werte, aber niemals nur um des Rechthabenwillens und um Krieg zu führen. Meine Ansichten müssen für Sie ja auch gar nicht gelten. Machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen. Wir brauchen Frauen und deren Sichtweisen in jedem Parlament! Die männerdominierende Besetzung von politischen Gremien ist für mich unerträglich und nicht hinnehmbar. Wenn auch Sie mithelfen wollen die Gegenwart und Zukunft zu gestalten, bitte ich Sie um Ihr politisches Engagement.

Über Kontakt und Hilfestellung freut sich Ihre Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eckernförde

Katrin Christine Blum

 

Aufklärung und Schutz mit Einhorn-Kondomen

Die Aktion wurde von der Eckernförder Zeitung und der Kieler Nachrichten begleitet.