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Marinestandort Eckernförde

Eckernförde ist ein traditioneller Garnisonsstandort. Ein Drittel der Bevölkerung entfällt auf sogenannte „Bundesfamilien".
Der Marinestandort Eckernförde beheimatet das Ubootgeschwader, das Ausbildungszentrum für Uboote, das Seebatallion sowie das Kommando der Spezialkräfte. Die Wehrtechnische Dienststelle 71 ist mit der Erprobung von Waffentechniken im Unterwasserbereich befasst.
Die Bundeswehr stellt mit ihren militärischen und zivilen Einrichtungen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar; sie wird auch nach dem schrittweise durchzuführenden Arbeitsplatzabbau im Zuge der Bundeswehrstrukturreform (2004) der größte Arbeitgeber in Eckernförde bleiben.

Nach dem Stationierungskonzept des Bundesverteidigungsministeriums werden im Standort Eckernförde von ursprünglich 3.862 Dienstposten im militärischen und zivilen Bereich 44 Prozent abgebaut; damit gehört Eckernförde zu den besonders stark betroffenen Garnisonsstandorten. Die mit dem Arbeitsplatzverlust einhergehende Schwächung des Wirtschaftsgefüges trifft die Stadt außerordentlich.
Erklärtes Ziel der schleswig-holsteinischen Landesregierung ist es, besonders stark betroffenen Kommunen Hilfestellung bei der Milderung der wirtschaftlichen Folgen durch bevorzugte Förderung aus Landesprogrammen zu leisten.

Die Bemühungen der Stadt, den Ausfall an Arbeitsplätzen zu kompensieren, konzentrieren sich aufgrund mangelnder Ressourcen im Wesentlichen auf die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Ansiedlung neuer und die Erweiterung vorhandener Betriebe.

Der zivilen Anschlussnutzung frei werdender militärischer Liegenschaften kommt im Hinblick auf neue Arbeitsplätze besondere Beachtung zu.

Im Norden der Stadt liegt in guter verkehrlicher Anbindung (B 76) das 17 ha große Kasernenareal Carlshöhe, das nicht mehr militärisch genutzt wird und mittlerweile in eine private Nutzung überführt wurde.

Von dem fortgeschriebenen Stationierungskonzept des Bundesverteidigungsministeriums, dass vor dem Hintergrund des Wehrpflichtendes und der damit verbundenen Schaffung einer Freiwilligenarmee 2011 verabschiedet wurde, ist der Marinestandort Eckernförde nicht mehr betroffen. Die Dienstpostenstärke von 2.300 bleibt annähernd kontstant.

Mit der Entscheidung den Marinestützpunkt bis 2020 umfassend zu sanieren und auszubauen, bekennt sich das Bundesverteidigungsministerium zu diesem Standort und unterstreicht damit die strategische Bedeutung und den wirtschaftlichen Wert für Eckernförde. Die Personalstärke von derzeit über 3000 Dienstposten (2017) wird mittelfristig auf 3.400 Dienstposten anwachsen.